WC Papier im Tiefkühlfach

Heute morgen öffne ich im Halbschlaf die Türe des Tiefkühlschrankes, um ein gehamstertes Brot herauszunehmen. doch der Tiefkühlschrank ist vollgestopft mit WC-Papier-Rollen. Voller Entsetzen schlag ich die Tür zu, und gehe zum Schrank, in dem wir normalerweise das WC-Papier aufbewahren. Ein Klick, die Tür springt auf – und eine Lawine von Vinyl-Handschuhen und Gesichtsmasken strömt heraus, immer mehr, mehr, sie reichen mir zur Hüfte dann zum Hals. Aus den Kasteninnern ruft Natalie Rickli fröhlich immerzu. \”Mini Maschine, öisi Maske\”. In endlosen Reihen karren grün verhüllte Gestalten auf Schubkarren Leiche um Leiche heran, während Christoph Blocher und sein Tochter der Allee entlangschreiten, in deren Gräben die Opfer liegen, und lauthals ihr Sicherheitskonzept vorsingen, welches sie mit dem Coiffeur von Frau Blocher erarbeitet haben. Il Barbiere della morte.
Ich sitze auf einer Kurve und gleite hinab, immer schneller, immer schneller, hinab ins Unendliche. Ich lande in einem Urwald aus Zahlen, Diagrammen, Kurven. Ein unerbittlicher Betrieb herrscht, Ununterbrochen werden Zähler nachgestellt, kurven umgebaut, erweitert, dazu schrillt ununterbrochen ein Telefon. Wahnsinn. Frau U.H. braucht sofort 200 Rollen WC-Papier. Kein Problem. Ich habe ja meinen Tiefkühlschrank.